Editorial
Gemeinsam Zukunft gestalten
Wie kann Pro&Pro künftig noch wirksamer zu einem gesundheitsförderlichen Umfeld beitragen? Ein Tag voller unterschiedlicher Perspektiven, offener Fragen und einer gemeinsamen Erkenntnis gab Antworten: Gesundheitsförderung gelingt nur im Netzwerk.
Am 10. September 2026 durften wir in Bern Vertreterinnen und Vertreter aus Bund, Kantonen, Gesundheitsversorgung, Sozialwesen, Wissenschaft, Beratung, Berufsverbänden und weiteren Partnerorganisationen zur zweiten Stakeholderkonferenz der Einheit Programme & Projekte (Pro&Pro) von Gesundheitsförderung Schweiz begrüssen. Die Konferenz stand ganz im Zeichen einer Frage, die für die zukünftige Entwicklung von Gesundheitsförderung und Prävention von zentraler Bedeutung ist: Wie können wir die Rolle von Pro&Pro weiterentwickeln und einen möglichst wirksamen Beitrag zu einem gesundheitsförderlichen Umfeld in der Schweiz leisten?
Der Tag war geprägt von einem offenen, engagierten und konstruktiven Austausch. Besonders beeindruckt hat mich die Vielfalt der Perspektiven, die in die Diskussion eingebracht wurden. Unterschiedliche institutionelle Blickwinkel, fachliche Erfahrungen und Erwartungen trafen aufeinander, wurden diskutiert, hinterfragt und miteinander verbunden.
Genau diese Vielfalt macht die Stärke unseres Netzwerks aus. Gesundheitsförderung und Prävention sind Gemeinschaftsaufgaben. Die grossen Herausforderungen unserer Zeit, von der psychischen Gesundheit über chronische Erkrankungen bis hin zu gesellschaftlichen Veränderungen und dem demografischen Wandel, können nicht von einer einzelnen Organisation bewältigt werden. Sie verlangen Zusammenarbeit, gegenseitiges Vertrauen und die Bereitschaft, gemeinsame Lösungen zu entwickeln.
Die Stakeholderkonferenz bot dafür einen wertvollen Raum. Gemeinsam haben wir mögliche Rollenprofile und strategische Stossrichtungen diskutiert, Chancen und Herausforderungen beleuchtet, Ergänzungsvorschläge eingebracht und überlegt, wie unterschiedliche Partner an eine zukünftige Ausrichtung von Pro&Pro anknüpfen können. Gleichzeitig wurden Prioritäten sichtbar gemacht und wichtige Hinweise für die weitere strategische Arbeit gesammelt.
Besonders gefreut hat mich die grosse Bereitschaft der Teilnehmenden, nicht nur Erwartungen an Gesundheitsförderung Schweiz zu formulieren, sondern auch eigene Beiträge und Kooperationsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dies unterstreicht, dass Prävention und Gesundheitsförderung dort am wirksamsten sind, wo Verantwortung geteilt und gemeinsam getragen wird.
Die Konferenz war nicht das Ende eines Prozesses, sondern ein wichtiger Meilenstein. In den kommenden Wochen werden die zahlreichen Rückmeldungen sorgfältig ausgewertet, damit sie in die weiteren strategischen Überlegungen einfliessen können. Auch mit Blick auf die Nachfolgelösung der nationalen Strategien NCD und Sucht wollen wir die Ergebnisse nutzen, um unsere Rolle weiter zu schärfen, Kooperationen zu stärken und dort Wirkung zu entfalten, wo sie für die Bevölkerung den grössten Nutzen bringt.
Ich danke allen Teilnehmenden herzlich für ihre Offenheit, ihre kritischen Fragen, ihre Ideen und ihr Engagement. Die Qualität der Diskussionen hat eindrücklich gezeigt, wie viel Wissen, Erfahrung und Gestaltungswillen in unserem Netzwerk vorhanden sind.
Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit Ihnen weiterzugehen.